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about Satyrikon

Am Anfang war Petronius’ Satyricon: ein literarisches Pastiche voll mit Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit. Satyrikon hat daraus Inspiration geschöpft und das Gemisch durch diverse Genres, Ausdrucksmittel und Formate erweitert, vorausgesetzt, sie dienen dazu, Denkanstöße zu gesellschaftlichen Dynamiken und Phänomenen zu geben.

Satyrikon fördert Interkultur statt Integration und Inklusivität jenseits von Herkunft, Klasse und Geschlecht; es verteidigt weiterhin das Weibliche, weil dies nach wie vor notwendig ist. Die performativen Projekte fokussieren vor allem auf zeitgenössische Autorinnen, mit Schwerpunkt auf Elfriede Jelinek für die in Italien realisiert; aus der Blog-Aktivität ist der Working-Class-Roman Diario di zona  von Luigi Chiarella entstanden. Das neueste Projekt Odysseiai f.pl., widmet sich den Frauenfiguren der Odyssee und Neubearbeitungen des homerischen Epos durch Autorinnen des 20. und 21. Jh.

Satyrikon ist ein Wanderer. Gegründet 2009 in Turin von Roberta Cortese (Dramaturgin und Performer) und Luigi Chiarella (Dramaturg, Autor), entwickelte es bis 2015 Projekte zwischen Turin und Cosenza; die letzte Arbeit in Italien war (nicht durch Zufall) Winterreise – Viaggio d’inverno von Jelinek / Müller / Schubert, dann zogen die beiden nach Wien und der Verein ging in den Winterschlaf. Im Jahr 2020, der Pandemie zum Trotz, erwachte Satyrikon in Wien wieder und die Arbeitsgruppe erweiterte sich um Sophia Leu (singer-songwriter, fitness-trainer) und Chiara Riccardi (Architektin, Ausstellungsgestalterin), die mit Freude zur Gemischtheit des Teams beitragen.

Disclaimer: Angesichts der Biographie von Satyrikon ist diese Seite sprachlich ein Hybrid. Beiträge bis 2020 sind auf Italienisch, ab dann - wenn möglich - auf Italienisch und Deutsch. Menüs, Kategorien und sonstige Elemente haben Englisch als Lingua Franca angenommen.

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