Wilhelm Müller, Winterreise

Questa traduzione vuole essere di supporto alla comprensione del testo di Jelinek, è quindi letterale più che letteraria. L’ordine delle poesie segue quello originale di Müller e non quello del ciclo di Schubert.

DIE WINTERREISE
 
 
1. Gute NachtFremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh’ ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh’, –
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such’ ich des Wildes Tritt.

Was soll ich länger weilen,
Bis man mich trieb hinaus ?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus;
Die Liebe liebt das Wandern –
Gott hat sie so gemacht –
Von einem zu dem andern.
Fein Liebchen, gute Nacht !

Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad’ um deine Ruh’.
Sollst meinen Tritt nicht hören –
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab’ ich gedacht.

 VIAGGIO D’INVERNO
 
 
1. BuonanotteStraniero sono arrivato,
straniero riparto.
Maggio mi ha voluto bene,
regalandomi qualche mazzo di fiori.
La ragazza parlava d’amore,
la madre perfino di matrimonio, –
ora il mondo è così cupo,
la strada avvolta nella neve.

Non posso scegliermi il tempo
per il mio viaggio,
devo mostrarmi da solo
la strada in questo buio.
Un’ombra di luna mi segue,
come mia compagna,
e sull’alpeggio bianco
cerco tracce di animali.

Cosa dovrei aspettare ancora,
che mi caccino fuori?
Ululino pure i cani rabbiosi
davanti alle case dei loro padroni;
l’amore ama l’errare –
così l’ha fatto Dio –
vagare da uno all’altro.
Tesoro caro, buonanotte!

Non voglio disturbarti mentre sogni,
sarebbe un peccato per il tuo riposo.
Non sentirai nemmeno il mio passo –
Piano piano chiudo la porta!
Passando ti scrivo
al portone “buonanotte”,
così potrai vederlo:
ho pensato a te.

 2. Die Wetterfahne

Der Wind spielt mit der Wetterfahne
Auf meines schönen Liebchens Haus.
Da dacht’ ich schon in meinem Wahne,
Sie pfiff den armen Flüchtling aus.

Er hätt’ es eher bemerken sollen,
Des Hauses aufgestecktes Schild,
So hätt’ er nimmer suchen wollen
Im Haus ein treues Frauenbild.

Der Wind spielt drinnen mit den Herzen
Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.
Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
Ihr Kind ist eine reiche Braut.

3. Gefror’ne Tränen

Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab:
Ob es mir denn entgangen,
Daß ich geweinet hab’ ?

Ei Tränen, meine Tränen,
Und seid ihr gar so lau,
Daß ihr erstarrt zu Eise
Wie kühler Morgentau ?

Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis !

4. Erstarrung

Ich such’ im Schnee vergebens
Nach ihrer Tritte Spur,
Wo sie an meinem Arme
Durchstrich die grüne Flur.

Ich will den Boden küssen,
Durchdringen Eis und Schnee
Mit meinen heißen Tränen,
Bis ich die Erde seh’.

Wo find’ ich eine Blüte,
Wo find’ ich grünes Gras ?
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.

Soll denn kein Angedenken
Ich nehmen mit von hier ?
Wenn meine Schmerzen schweigen,
Wer sagt mir dann von ihr ?

Mein Herz ist wie erfroren,
Kalt starrt ihr Bild darin;
Schmilzt je das Herz mir wieder,
Fließt auch ihr Bild dahin !

5. Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum;
Ich träumt’ in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud’ und Leide
Zu ihm mich immer fort.

Ich mußt’ auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab’ ich noch im Dunkeln
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier find’st du deine Ruh’ !

Die kalten Winde bliesen
Mir grad’ ins Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör’ ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort !

6. Die Post

Von der Straße her ein Posthorn klingt.
Was hat es, daß es so hoch aufspringt,
Mein Herz ?

Die Post bringt keinen Brief für dich.
Was drängst du denn so wunderlich,
Mein Herz ?

Nun ja, die Post kommt aus der Stadt,
Wo ich ein liebes Liebchen hat,
Mein Herz !

Willst wohl einmal hinüberseh’n
Und fragen, wie es dort mag geh’n,
Mein Herz ?

7. Wasserflut

Manche Trän’ aus meinen Augen
Ist gefallen in den Schnee;
Seine kalten Flocken saugen
Durstig ein das heiße Weh.

Wenn die Gräser sprossen wollen
Weht daher ein lauer Wind,
Und das Eis zerspringt in Schollen
Und der weiche Schnee zerrinnt.

Schnee, du weißt von meinem Sehnen,
Sag’ mir, wohin geht dein Lauf ?
Folge nach nur meinen Tränen,
Nimmt dich bald das Bächlein auf.

Wirst mit ihm die Stadt durchziehen,
Muntre Straßen ein und aus;
Fühlst du meine Tränen glühen,
Da ist meiner Liebsten Haus.

8. Auf dem Fluße

Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluß,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruß.

Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.

In deine Decke grab’ ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund’ und Tag hinein:

Den Tag des ersten Grußes,
Den Tag, an dem ich ging;
Um Nam’ und Zahlen windet
Sich ein zerbroch’ner Ring.

Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild ?
Ob’s unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt ?

9. Rückblick

Es brennt mir unter beiden Sohlen,
Tret’ ich auch schon auf Eis und Schnee,
Ich möcht’ nicht wieder Atem holen,
Bis ich nicht mehr die Türme seh’.

Hab’ mich an jedem Stein gestoßen,
So eilt’ ich zu der Stadt hinaus;
Die Krähen warfen Bäll’ und Schloßen
Auf meinen Hut von jedem Haus.

Wie anders hast du mich empfangen,
Du Stadt der Unbeständigkeit!
An deinen blanken Fenstern sangen
Die Lerch’ und Nachtigall im Streit.

Die runden Lindenbäume blühten,
Die klaren Rinnen rauschten hell,
Und ach, zwei Mädchenaugen glühten. –
Da war’s gescheh’n um dich, Gesell!

Kommt mir der Tag in die Gedanken,
Möcht’ ich noch einmal rückwärts seh’n.
Möcht’ ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille steh’n.

10. Der greise Kopf

Der Reif hatt’ einen weißen Schein
Mir übers Haar gestreuet;
Da meint’ ich schon ein Greis zu sein
Und hab’ mich sehr gefreuet.

Doch bald ist er hinweggetaut,
Hab’ wieder schwarze Haare,
Daß mir’s vor meiner Jugend graut –
Wie weit noch bis zur Bahre !

Vom Abendrot zum Morgenlicht
Ward mancher Kopf zum Greise.
Wer glaubt’s ? und meiner ward es nicht
Auf dieser ganzen Reise !

11. Die Krähe

Eine Krähe war mit mir
Aus der Stadt gezogen,
Ist bis heute für und für
Um mein Haupt geflogen.

Krähe, wunderliches Tier,
Willst mich nicht verlassen ?
Meinst wohl, bald als Beute hier
Meinen Leib zu fassen ?

Nun, es wird nicht weit mehr geh’n
An dem Wanderstabe.
Krähe, laß mich endlich seh’n
Treue bis zum Grabe !

12. Letzte Hoffnung

Hie und da ist an den Bäumen
Manches bunte Blatt zu seh’n,
Und ich bleibe vor den Bäumen
Oftmals in Gedanken steh’n.

Schaue nach dem einen Blatte,
Hänge meine Hoffnung dran;
Spielt der Wind mit meinem Blatte,
Zittr’ ich, was ich zittern kann.

Ach, und fällt das Blatt zu Boden,
Fällt mit ihm die Hoffnung ab;
Fall’ ich selber mit zu Boden,
Wein’ auf meiner Hoffnung Grab.

13. Im Dorfe

Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten;
Es schlafen die Menschen in ihren Betten,
Träumen sich manches, was sie nicht haben,
Tun sich im Guten und Argen erlaben;

Und morgen früh ist alles zerflossen.
Je nun, sie haben ihr Teil genossen
Und hoffen, was sie noch übrig ließen,
Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.

Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,
Laßt mich nicht ruh’n in der Schlummerstunde!
Ich bin zu Ende mit allen Träumen.
Was will ich unter den Schläfern säumen?

14. Der stürmische Morgen

Wie hat der Sturm zerrissen
Des Himmels graues Kleid !
Die Wolkenfetzen flattern
Umher im matten Streit.

Und rote Feuerflammen
Zieh’n zwischen ihnen hin;
Das nenn’ ich einen Morgen
So recht nach meinem Sinn !

Mein Herz sieht an dem Himmel
Gemalt sein eig’nes Bild –
Es ist nichts als der Winter,
Der Winter kalt und wild !

15. Täuschung

Ein Licht tanzt freundlich vor mir her,
Ich folg’ ihm nach die Kreuz und Quer;
Ich folg’ ihm gern und seh’s ihm an,
Daß es verlockt den Wandersmann.

Ach! wer wie ich so elend ist,
Gibt gern sich hin der bunten List,
Die hinter Eis und Nacht und Graus,
Ihm weist ein helles, warmes Haus.

Und eine liebe Seele drin. –
Nur Täuschung ist für mich Gewinn!

16. Der Wegweiser

Was vermeid’ ich denn die Wege,
Wo die ander’n Wand’rer geh’n,
Suche mir versteckte Stege,
Durch verschneite Felsenhöh’n?

Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheu’n, –
Welch ein törichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenei’n?

Weiser stehen auf den Straßen,
Weisen auf die Städte zu.
Und ich wandre sonder Maßen
Ohne Ruh’ und suche Ruh’.

Einen Weiser seh’ ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch keiner ging zurück.

17. Das Wirtshaus

Auf einen Totenacker
Hat mich mein Weg gebracht;
Allhier will ich einkehren,
Hab ich bei mir gedacht.

Ihr grünen Totenkränze
Könnt wohl die Zeichen sein,
Die müde Wand’rer laden
Ins kühle Wirtshaus ein.

Sind denn in diesem Hause
Die Kammern all’ besetzt?
Bin matt zum Niedersinken,
Und tödlich schwer verletzt.

O unbarmherz’ge Schenke,
Doch weisest du mich ab?
Nun weiter denn, nur weiter,
Mein treuer Wanderstab!

18. Irrlicht

In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin;
Wie ich einen Ausgang finde,
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

Bin gewohnt das irre Gehen,
‘s führt ja jeder Weg zum Ziel;
Uns’re Freuden, uns’re Wehen,
Alles eines Irrlichts Spiel !

Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind’ ich ruhig mich hinab,
Jeder Strom wird’s Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch ein Grab.

19. Rast

Nun merk’ ich erst wie müd’ ich bin,
Da ich zur Ruh’ mich lege;
Das Wandern hielt mich munter hin
Auf unwirtbarem Wege.

Die Füße frugen nicht nach Rast,
Es war zu kalt zum Stehen;
Der Rücken fühlte keine Last,
Der Sturm half fort mich wehen.

In eines Köhlers engem Haus
Hab’ Obdach ich gefunden.
Doch meine Glieder ruh’n nicht aus:
So brennen ihre Wunden.

Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm
So wild und so verwegen,
Fühlst in der Still’ erst deinen Wurm
Mit heißem Stich sich regen !

20. Die Nebensonnen

Drei Sonnen sah ich am Himmel steh’n,
Hab’ lang und fest sie angeseh’n;
Und sie auch standen da so stier,
Als könnten sie nicht weg von mir.

Ach, meine Sonnen seid ihr nicht!
Schaut ander’n doch ins Angesicht!
Ja, neulich hatt’ ich auch wohl drei;
Nun sind hinab die besten zwei.

Ging nur die dritt’ erst hinterdrein!
Im Dunkel wird mir wohler sein.

21. Frühlingstraum

Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai;
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrien die Raben vom Dach.

Doch an den Fensterscheiben,
Wer malte die Blätter da ?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah ?

Ich träumte von Lieb um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonne und Seligkeit.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz’ ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.

Die Augen schließ’ ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster ?
Wann halt’ ich dich, Liebchen, im Arm ?

22. Einsamkeit

Wie eine trübe Wolke
Durch heit’re Lüfte geht,
Wenn in der Tanne Wipfel
Ein mattes Lüftchen weht:

So zieh ich meine Straße
Dahin mit trägem Fuß,
Durch helles, frohes Leben
Einsam und ohne Gruß.

Ach, daß die Luft so ruhig !
Ach, daß die Welt so licht !
Als noch die Stürme tobten,
War ich so elend nicht.

23. Mut

Fliegt der Schnee mir ins Gesicht,
Schüttl’ ich ihn herunter.
Wenn mein Herz im Busen spricht,
Sing’ ich hell und munter.

Höre nicht, was es mir sagt,
Habe keine Ohren;
Fühle nicht, was es mir klagt,
Klagen ist für Toren.

Lustig in die Welt hinein
Gegen Wind und Wetter!
Will kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter!

24. Der Leiermann

Drüben hinterm Dorfe
Steht ein Leiermann
Und mit starren Fingern
Dreht er was er kann.

Barfuß auf dem Eise
Schwankt er hin und her
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.

Keiner mag ihn hören,
Keiner sieht ihn an,
Und die Hunde knurren
Um den alten Mann.

Und er läßt es gehen,
Alles wie es will,
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.

Wunderlicher Alter !
Soll ich mit dir geh’n ?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier dreh’n ?

 2. La banderuola

Il vento gioca con la banderuola
sulla casa del mio bel tesoro.
Così nel mio delirio già pensavo
fischiasse il povero fuggiasco.

Avrebbe dovuto notarla prima
l’insegna di casa piantata là sopra,
così nemmeno l’avrebbe cercata
una donna fedele in quella casa.

Il vento gioca dentro coi cuori
come sul tetto, solo non così forte.
Che cosa chiedono del mio dolore?
La loro figlia è una ricca sposa.

3. Lacrime gelate

Gocce congelate
mi cadono dalle guance:
che non mi sia accorto
di aver pianto?

Ah, lacrime, lacrime mie,
e siete appena così tiepide
da irrigidirvi in ghiaccio,
come rugiada fresca?

Eppure premete così roventi
dalla fonte che è nel petto,
quasi voleste sciogliere
tutto il ghiaccio dell’inverno!

4. Congelamento

Cerco invano nella neve
l’impronta dei suoi passi,
dove al mio braccio
passeggiava lungo i prati.

Voglio baciare il suolo,
penetrare ghiaccio e neve
con le mie calde lacrime,
fino a vedere la terra.

Dove trovo un fiore,
dove trovo erba verde?
I fiori sono morti,
il prato è tanto pallido.

Ma nemmeno un ricordo dovrei
portare via con me di qui?
E quando tacerà il mio dolore,
chi mi dirà allora di lei?

Il cuore mio è come con gelato,
la sua immagina fissa fredda di lì dentro;
mi si sciogliesse mai più il cuore,
quell’immagine scorrerebbe via con lui!

5. Il tiglio

Alla fontana davanti alle porte,
laggiù c’è un tiglio;
alla sua ombra ho sognato
diversi dolci sogni.

Nella sua corteccia ho inciso
diverse parole affettuose;
nella gioia e nel dolore, sempre
sempre ero trascinato verso di lui.

Anche oggi ho dovuto passargli
accanto nella notte profonda,
e per quanto al buio, alla fine
ho chiuso gli occhi.

E i suoi rami frusciavano,
quasi mi stessero dicendo:
vieni da me, compagno,
qui troverai la tua pace!

I venti mi soffiavano
freddi in pieno volto;
il cappello mi è volato via di testa,
non mi sono voltato.

Ora disto diverse ore
da quel luogo,
e sempre lo sento frusciare:
troveresti la pace laggiù!

6. La Posta

Dalla strada risuona un corno della posta.
Cos’ha da saltar su in quel modo,
il cuor mio?

La posta non porta lettere per te.
Cosa premi in modo tanto strano,
cuor mio?

È vero, la posta arriva dalla città,
dove avevo un caro tesoro,
cuor mio!

Vuoi andare a dare un’occhiata
e chiedere come vanno le cose laggiù,
cuor mio?

7. Flusso d’acqua

Qualche lacrima dai miei occhi
è caduta nella neve;
i suoi fiocchi freddi assorbono
assetati il dolore caldo.

Quando l’erba vuol spuntare,
sopra soffia un vento tiepido,
ed il ghiaccio esplode in lastre
e la neve morbida svanisce.

Neve, tu sai del mio dolore,
dimmi, dove porta il tuo corso?
Segui solo le mie lacrime,
presto quel rivolo ti prenderà con sé.

Attraverserai con lui la città,
su e giù per strade allegre;
se senti le mie lacrime bruciare,
lì è la casa del mio amore.

8. Sul fiume

Tu, che scrosciavi tanto allegro,
tu, fiume limpido e sfrenato,
come sei diventato silenzioso,
non mi dai nemmeno un addio.

Con corazza dura e rigida
ti sei tutto ricoperto,
te ne stai freddo ed immobile
lungo disteso nella sabbia.

Nel tuo manto incido
con una pietra aguzza
il nome della mia amata
e l’ora e il giorno:

il giorno del primo saluto,
il giorno in cui son partito;
intorno a nome e cifre
gira un anello spezzato.

Cuor mio, in questo ruscello
riconosci ora il tuo riflesso?
Chissà se anche sotto la sua corazza
preme tutto tanto violentemente?

9. Uno sguardo indietro

Mi bruciano le piante dei piedi,
per quanto cammini su ghiaccio e neve;
vorrei non riprendere più fiato
finché non vedo sparire le torri.

Ho urtato contro ogni sasso,
tanto in fretta ho lasciato la città;
le cornacchie gettavano neve e ghiaccio
sul mio cappello, da ogni casa.

Quanto diversamente mi hai accolto,
città dell’incostanza!
Alle tue finestre limpide cantavano
a gara allodola e usignolo.

I tigli formosi fiorivano,
i rigagnoli chiari mormoravano allegri,
E, ah, due occhi di ragazza brillavano –
e lì è finita per te, compagno!

Quando mi torna in mente quel giorno,
vorrei guardarmi indietro ancora una volta.
Vorrei tornare indietro barcollando
e fermarmi davanti alla sua casa.

10. La testa canuta

La brina mi aveva cosparso
i capelli di bianco;
già credevo di essere un vecchio
e ne ero molto contento.

Però presto si è sciolta via,
ho di nuovo i capelli neri,
tanto che la mia giovinezza mi fa orrore –
quanto manca ancora alla bara!

Dal tramonto all’alba
parecchie teste sono invecchiate.
Chi lo direbbe? e la mia invece no
per tutto questo viaggio!

11. La cornacchia

Una cornacchia era partita
con me dalla città,
e fino ad oggi ha continuato
a volarmi sulla testa.

Cornacchia, animale bizzarro,
non mi vuoi lasciare?
Credi forse di poter fare presto
bottino del mio corpo?

Beh, non c’è più molta strada da fare
appoggiato al bastone.
Cornacchia, mostrami finalmente
fedeltà fino alla tomba!

12. Ultima speranza

Qua e là sugli alberi
si vedono foglie colorate,
ed io davanti agli alberi resto
spesso assorto nei pensieri.

Guardo una foglia,
appendo a lei la mia speranza;
gioca il vento con la foglia,
tremo quanto posso tremare.

Ah, e cade a terra la foglia,
cade con lei la speranza;
cado a terra io stesso,
piango sulla tomba della mia speranza.

13. In paese

Abbaiano i cani, sferragliano le catene;
dormono nei loro letti le persone,
sognano cose che non hanno,
riprendono forza, nel bene e nel male;

e domattina è tutto svanito.
Ma sì, hanno avuto la loro parte
e sperano, quel che hanno lasciato,
di ritrovarlo comunque sui loro cuscini.

Abbaiatemi pure via, voi cani vigili,
non datemi pace nell’ora del riposo!
L’ho fatta finita con tutti i sogni.
Che ci sto a fare tra la gente che dorme?

14. Il mattino tempestoso

Come ha strappato, la tempesta,
l’abito grigio del cielo!
Stralci di nuvola svolazzano
litigando debolmente in giro.

E rosse fiamme di fuoco
si trascinano tra di loro;
questo sì che è un mattino
proprio come piace a me!

Il mio cuore vede nel cielo
dipinto il proprio ritratto –
Non è altro che l’inverno,
l’inverno freddo e violento!

15. Illusione

Una luce danza gentile davanti a me,
io la inseguo in lungo e in largo;
mi piace seguirla e lo vedo bene,
che sta allettando il viandante.

Ah! chi, come me, è così misero
si abbandona volentieri all’inganno
che oltre ghiaccio, notte e orrore,
gli mostra una casa calda e chiara.

E dentro, un’anima cara. –
L’illusione è il mio unico profitto!

16. Il segnale

Cosa evito i sentieri
dove camminano gli altri viandanti,
mi cerco passaggi nascosti
tra cime coperte di neve?

Non ho mica commesso nulla,
da dover evitare la gente,
quale desiderio assurdo
mi spinge in questi deserti?

Sulle strade stanno segnali,
indicano le città.
E io vago a dismisura
senza pace, e cerco pace.

Vedo un segnale, qui,
immobile davanti a me;
devo prendere una strada
da cui nessuno è mai tornato.

17. La locanda

A un cimitero
mi ha portato la mia via;
è qui che voglio fermarmi,
mi sono detto.

Voi verdi corone funebri
potreste proprio essere i segnali
che invitano i viandanti stanchi
nella fredda locanda.

Ma sono tutte occupate,
le camere, in questa casa?
Sono stanco da crollare,
e ferito a morte.

Ostello spietato,
eppure mi respingi?
Avanti allora, ancora avanti,
mio fedele bastone!

18. Fuoco fatuo

Nei dirupi più profondi
mi ha attirato un fuoco fatuo;
come trovare una via d’uscita
non mi pesa nell’animo.

Sono abituato all’errare,
tanto, ogni percorso conduce alla meta;
le nostre gioie, i nostri dolori,
tutto il gioco di un fuoco fatuo!

Per canali montani prosciugati
procedo giù tranquillo a serpentina,
ogni torrente raggiungerà il mare,
ogni sofferenza anche una tomba.

19. Sosta

Mi accorgo solo ora di quanto sono stanco,
da che mi stendo a riposare;
mi ha tenuto sveglio il mio vagare
su strada inospitale.

I piedi non chiedevano sosta,
era troppo freddo per fermarsi;
la schiena non sentiva alcun peso,
la tempesta mi spingeva in avanti.

Nella misera casa di un carbonaio
ho trovato un rifugio.
Eppure le mie membra non riposano:
tanto bruciano le loro ferite.

Anche tu, cuore mio, in guerra e in tempesta
così impetuoso e così coraggioso,
solo nel silenzio senti quel tuo tarlo
risvegliarsi con una fitta acuta!

20. Gli altri soli

Ho visto tre soli nel cielo,
li ho guardati a lungo e intensamente;
e anche loro stavano così immobili lì,
come se non potessero abbandonarmi.

Ah, non siete i miei soli, voi!
Guardate in faccia qualcun altro!
Sì, poco fa anch’io ne avevo tre;
ora i due migliori sono tramontati.

Se ne vada dietro a loro anche il terzo!
Al buio starò meglio.

21. Sogno di primavera

Ho sognato di fiori colorati,
come fioriscono solo di maggio;
ho sognato di prati verdi,
di vociare allegro di uccelli.

E quando i galli hanno cantato
il mio occhio si è svegliato;
era tutto freddo e buio,
i corvi urlavano dal tetto.

Eppure ai vetri delle finestre
chi ha dipinto quelle foglie?
Voi certo ridete del sognatore,
che ha visto fiori d’inverno?

Ho sognato dell’amore per amore,
di una bella ragazza,
di cuori e di baci,
di gioia e felicità.

E quando i galli hanno cantato
il mio cuore si è svegliato;
ora siedo qui da solo
e ripenso al mio sogno.

Chiudo di nuovo gli occhi,
ancora il cuore batte così caldo.
Quando inverdirete, foglie alla finestra?
Quando, tesoro mio, ti terrò tra le braccia?

22. Solitudine

Come una nuvola cupa
viaggia tra venti leggeri,
quando sulla cima dell’abete
soffia una debole brezza:

così percorro la mia strada,
avanti, con piede pesante,
attraverso vita allegra e spensierata
da solo e senza un saluto.

Ah, quest’aria così tranquilla!
Ah, questo mondo così chiaro!
Quando ancora tuonava la tempesta
non ero così miserabile.

23. Coraggio

Se la neve mi vola in faccia,
io la scrollo a terra.
Se in petto mi parla il cuore,
canto sereno e spensierato.

Non ascolto che mi dice,
non ho orecchie;
non sento di che si lamenta con me,
lamentarsi è da stupidi.

Allegro per il mondo
contro vento e bufera!
Se non c’è dio sulla terra,
siamo noi gli dèi!

24. Il suonatore di ghironda

Laggiù dietro al paese
c’è un suonatore di ghironda
e con dita rigide
lui gira quel che può.

A piedi nudi sul ghiaccio
oscilla avanti e indietro
ed il suo piccolo piatto
gli resta sempre vuoto.

Nessuno lo vuole sentire,
nessuno lo guarda,
e i cani ringhiano
attorno al vecchio.

E lui lascia che vada
tutto come vuole,
gira, e la sua ghironda
non gli si ferma più.

Strano vecchio!
Dovrei venire con te?
Non vuoi girare per le mie canzoni
alla tua ghironda?

Traduzione di Roberta Cortese
Nella foto: Self-portrait di Maddalena Ambrosio (2010, tassidermia e bronzo)
Bild © Roberta Cortese